Mediation


Nach entsprechender Ausbildung biete ich in meiner Praxis Mediation an. Mediation ist ein kostengünstiges außergerichtliches Verfahren zur Vermittlung bei Konflikten. Die Konfliktpartner entwickeln selbstbestimmt zukunftsorientierte Lösungen, bei denen alle Seiten gewinnen. Der Mediator ist nicht nur neutral, sondern allparteilich, d.h. er unterstützt alle Parteien gleichermaßen bei der Suche nach eigenverantwortlichen Lösungen. Der Konflikt bleibt in der Zuständigkeit der Betroffenen und wird nicht der Entscheidung eines Richters oder einer anderen Autorität übertragen. Der Mediator gesteltet den Gesprächsprozess und unterstützt die Parteien darin, die vorhandenen Streitpunkte sachbezogen anzugehen. Der Blick wird gerichtet auf die hinter den Streitpunkten liegenden eigenen Interessen, das ganze Spektrum möglicher Lösungen wird ausgelotet. Danach werden Ergebnisse vereinbart, die fair und gerecht sind. Mediation ist keine Rechtsberatung und keine Therapie. Die Teilnahme an der Mediation ist freiwillig. Der Mediator unterliegt der Schweigepflicht, die Konfliktpartner vereinbaren Vertraulichkeit.

 

Tätigkeitsbereich


Ich biete Mediation an im Bereich der Familienmediation, dazu gehört vor allem die Trennungs- und Scheidungsmediation. Dabei geht es vorwiegend um Fragen, die mit der elterlichen Sorge und Betreuung der Kinder zusammenhängen, Entscheidungen über laufende finanzielle Regelungen (Unterhalt, Unterstützung für Aus­bildung, beruflichen Wiedereinstieg), Konflikte über Aufteilung der Vermögenswerte und deren künftige Nutzung.

  • Darüberhinaus kann Familienmedation eingesetzt werden bei Streitigkeiten von Paaren, z.B. über die Berufstätigkeit eines (Ehe-)partners, die familiäre Arbeitsteilung, die Familienplanung.
  • Oder es können Probleme im Zusammenhang mit familiären Umbrüchen wie Arbeitslosigkeit, Berentung oder Auszug der Kinder auftreten. Familienmediation kann helfen bei Auseinandersetzungen zwischen Eltern und Kindern/ Jugendlichen bzw. zwischen Generationen.
  • Ein weiterer Bereich der Familienmediation betrifft die einvernehmliche Regelung von Erbschaftsstreitigkeiten oder von Konflikten in Familienbetrieben.
  • Eine zunehmende Bedeutung spielt Mediation im Bereich der sog. Patchworkfamilien. Außerdem biete ich Mediation an bei Konflikten von Teams in Arztpraxen.

 

Die Familie als System


In allen Konfliktfeldern der Familienmediation geht es nicht nur um die Auseinandersetzung mit den sachlichen Aspekten der Probleme sondern ebenso wichtig sind die emotionalen Aspekte und Beziehungsebenen. Kommt es in einer Familie zu einer Krise, so sind davon alle und nicht nur die unmittelbar Beteiligten betroffen. Das Familiensystem gerät aus den gewohnten Bahnen. Um das notwendige Gleichgewicht (bei geänderten Bedingungen) wiederherzustellen, ist eine konstruktive, einvernehmliche und zukunftsorientierte Konfliktlösung anzustreben, nicht zuletzt auch, weil gerade Kinder unter einem „Scheidungskampf“ ganz besonders leiden.

 

Ablauf der Mediation

 

  1. Telefonische Voranmeldung, evtl. telefonische Vorklärung, Information. Jede Anfrage wird vertraulich behandelt und Informationen nur dann an Ihren Partner weitergegeben, wenn Sie damit einverstanden sind.
  2. Erstgespräch, Erläuterung der Grundlagen, Verfahrensregeln, Klärung ob Mediation das geeignete Verfahren ist, Mediationsvereinbarung.
  3. Klärung der Konfliktfelder, Themensammlung, worüber besteht Einigkeit, worüber nicht, Gewichtung der Themen;
  4. Interessen werden herausgearbeitet, die hinter den Positionen stehen. Der zugrundeliegende Gedanke ist der, dass es keine objektive Wahrheit gibt, sondern jeder Mensch seine eigene (subjektive) interessenbestimmte Wirklichkeit hat, die es zu erkennen und verstehen gilt. Das Aufdecken dieser Interessen fördert das wechselseitige Verständnis und die Akzeptanz unterschiedlicher Sichtweisen.
  5. Das versetzt die Partner in die Lage, zukunftsorientierte, wert­schöpfende Optionen zu entwickeln. Mittels brainstorming und anderer Techniken werden Lösungs­möglichkeiten entwickelt, hinterher auf Realisierbarkeit überprüft und die Vor – und Nachteile abgewogen. Die Abkehr vom Positionendenken hin zu zukunfts­orientierten Interessen eröffnet Einigungsalternativen, die vorher nicht denkbar waren; der zu verteilende Kuchen wird vergößert.
  6. Gegenseitige Angebote werden verhandelt und die Parteien erzielen eine Vereinbarung, die sie ggf. durch einen Anwalt überprüfen und in einen Vertrag gießen lassen können. Die Anzahl der Sitzungen variiert von Fall zu Fall. In der Regel übersteigt die Zahl nicht acht Sitzungen.

 

Kosten

Ich biete Ihnen kostenlos und unverbindlich ein 20-minütiges Informationsgespräch an

Die Mediation selbst kostet pro Stunde 60,- € bis 100,- €.

Für Protokolle gilt eine einmalige Pauschale von 50,- €.

Weiterführende Links

   

Bundesarbeitsgemeinschaft für Familienmediation
 
Deutsche Gesellschaft für Mediation e.V.

 

Zum Seitenanfang